Die Kistenkobolde ...

... kommen aus der Augsburger Puppenkiste und sind unsere Gefühlkobolde

Gefühle sind eine echte Herausforderung - für Erwachsene und erst recht für Kinder. Da grummelt's im Bauch, man fühlt sich zum Platzen oder die Knie schlottern - wie sollen Kinder wissen, was mit ihnen los ist? Und wie damit umgehen?

Die Gefühlskobolde helfen Kindern in diesen Situationen. Mit den Präventionsprogrammen Papilio-3bis6 und Papilio-6bis9 halten sie Einzug in die Gruppenräume bzw. Klassenzimmer. Denn wer mit seinen Gefühlen umgehen kann und auch erkennt, was mit anderen gerade los ist, der kommt besser durchs Leben. Zudem geht die Augsburger Puppenkiste seit 2006 auf Tournee und lässt die Kistenkobolde live auftreten: in den Stücken "Paula und die Kistenkobolde" (Aufklärungskampagne Prävention in der Kita) und "Paula kommt in die Schule".

Heulibold

Ein kleiner Kobold guckt traurig zu Boden.

Die Ohren hängen herab, die Mundwinkel sind nach unten gezogen, ein Schluchzen ertönt – Heulibold ist traurig und zeigt es auch. Traurigkeit gehört zum Leben ebenso dazu wie Zorn, Angst und Freude. Denn ohne Schatten gibt es bekanntlich kein Licht. Doch wie lerne ich es, Traurigkeit bei mir und bei anderen zu erkennen? Und was kann ich selbst, können andere tun, damit es mir bzw. der betroffenen Person besser geht?

Zornibold

Ein feuerroter Kobold guckt grimmig in die Kamera.

„Heute platz ich fast vor Wut und ich sag einfach GRRRRRRRR“ - mit diesen Worten erklärt Zornibold wie es sich anfühlt, wenn ihn die Wut überkommt und er dieser Luft machen muss. Und das ist für den feuerroten, temperamentvollen und lauten Kobold keine Seltenheit. Auch Kinder kennen dieses Gefühl, wissen jedoch oft nicht, wie es heißt und wie sie damit umgehen sollen. Warum werde ich, wirst Du, schneller wütend als andere? Was brauche ich, brauchst Du, um diese Situation zu meistern?

Bibberbold

Ein kleiner Kobold mit blauen Haaren lugt verängstigt aus einer Kiste hervor.

Angst – ein ständiger Begleiter des Menschen. In den unterschiedlichsten Formen erleben wir dieses Gefühl, das Körperreaktionen hervorruft, die es für Kinder bei sich und bei anderen zu erkennen und zu deuten gilt. Unterstützung erhalten sie hierbei von Bibberbold, einem übervorsichtigen Kobold, der sich vor allem Neuen fürchtet und sich dementsprechend am liebsten den ganzen Tag verstecken möchte. Er vermittelt den Kindern, dass Angst ein ganz normales Gefühl ist, das in bedrohlichen Situationen einen wichtigen Schutzmechanismus darstellt, im Alltag jedoch nicht die Überhand gewinnen sollte.

Freudibold

Ein kleiner Kobold schaut freudig winkend nach links.

Das Leben ist ein Abenteuer – aufregend, schön, bunt und voller Freunde, mit denen man lachen, singen und tanzen kann. Und genau dies lebt Freudibold tagtäglich aus. Der quirlige Kobold ist eine energiegeladene Frohnatur, die gar nicht nachvollziehen kann, dass es anderen auch mal anders geht als ihr. Denn wo immer Freudibold auch hinkommt, er vermittelt positive Gefühle. Mit seiner Hilfe lernen Kinder, wie sich Freude in Mimik und Gestik äußert und wie sie sich selbst bzw. andere in eine fröhliche Stimmung versetzen können.
Freudibold ist die einzige Kobold-Marionette, die es zwei Mal gibt. Während einer von beiden bei der Aufklärungskampagne das Publikum verzaubert, hält uns der andere im Büro auf Trab. Auf Facebook nimmt er Sie regelmäßig mit in seine/unsere Welt.

Und wie funktioniert das mit den Kobolden "in echt"?

Die Kobolde sind Identifikationsfiguren, Vorbilder, Erklärer, Projektionsfläche ...

In der Kita und der Grundschule lernen die Kinder anhand einer Geschichte, in der die Gefühlskobolde nach und nach auftreten, Schritt für Schritt die Gefühle kennen. Sie lernen z.B., ein Gefühl zu benennen, sich darüber auszutauschen, arbeiten seine Erscheinungsformen heraus und erkennen so auch bei anderen, wie sich das Gefühl äußert. Wenn alle Gefühle eingeführt sind, wird die Kommunikation über Gefühle immer mehr verfeinert und in den Alltag übernommen, bis hinein ins Elternhaus.

Dabei sind prinzipiell alle Gefühle gleichwertig. Bibberbold und seine Angst sind nichts Schlechtes, Angst kann eine wertvolle Schutzfunktion haben. Aber man muss auch den Umgang damit erlernen. Deshalb überlegen z.B. die PädagogInnen mit den Kindern, wie sie Bibberbold ermutigen und sein Selbstbewusstsein stärken können.

Bei den Aufführungen der Augsburger Puppenkiste ist immer auch Paula mit dabei, im einen Stück als Kindergartenkind, im anderen als Schulkind. Paula hilft den Gefühlskobolden, damit sie erkennen, was mit ihnen los ist und wie sie damit umgehen können.