Fortbildung Papilio-Integration für Erzieher*innen in Kitas
Kinder mit Migrations- und Fluchthintergrund betreuen
- Praxisinput und Theorie
- Sicherheit im pädagogischen Handeln im Umgang mit Kindern und Eltern
Die Papilio-Trainer*innen und Fortbildungstermine finden Sie jetzt hier:
Informationen zur Fortbildung Papilio-Integration
Durch die steigende Zahl an Kindern mit Migrations- und Fluchthintergrund wachsen die Anforderungen an pädagogische Fachkräfte. Einerseits brauchen eingereiste und geflüchtete Kinder eine besondere Feinfühligkeit. Andererseits sollen alle Kinder gleichermaßen bedarfsgerecht und professionell betreut werden.
In der Praxis stehen Erzieher*innen bisweilen vor verschiedensten Herausforderungen:
- Was tun, wenn ein Kind Hinrichtung spielt?
- Soll es weiterhin Schweinefleisch geben, oder nicht?
- Wie Vorurteilen entgegenwirken, wenn ein Kind z.B. sagt: "Iiih, die fasse ich nicht an, die sieht komisch aus."
Und wie reagieren, wenn Eltern die Regeln einer Kita überhaupt nicht kennen und deshalb:
- Zu spät kommen.
- Mal so, mal so kommen.
- An Veranstaltungen nicht teilnehmen.
Praktische Handlungskompetenz im Umgang mit allen Kindern und Eltern
Die Fortbildung Papilio-Integration greift all diese Fragen und Situationen auf.
- Sie zielt vor allem auf konkrete Handlungssicherheit.
- Sie vermittelt praktische Handlungskompetenz - ohne Theorie-Ballast, ohne abstrakte Konzepte.
- Erzieher*innen erwerben zusätzliche Kompetenzen im Umgang mit den neuen Situationen und Herausforderungen – auch im Umgang mit den Eltern.
- Sie gewinnen Sicherheit und sehen Lösungen – nicht die Probleme.
- Kultursensitives, vorurteilsbewusstes pädagogisches Handeln wird Teil des Kita-Alltags.
- Von der interkulturellen Kompetenz der Erzieher*innen profitiert die Arbeit mit allen Kindern und Eltern gleichermaßen.

„Wir leben von der Vielfalt in unserer Kita und wollen das als Chance nutzen. Papilio-Integration hat mich in meinem Umgang mit den Kindern und Eltern bestärkt.“
Petra Dörr
Kita-Leitung, Erzieherin für Papilio-Integration
Unsere Botschaft: Erzieher*innen können das!
Ein zentrales Anliegen der Fortbildung Papilio-Integration ist, den Erzieher*innen zu vermitteln, dass sie bereits viele der notwendigen Fähigkeiten besitzen.
Die Fortbildung bestärkt Erzieher*innen in ihren pädagogischen Basiskompetenzen. Diese bewusst zu machen bedeutet auch, sie im Alltag besser nutzen zu können. Die Verknüpfung der eigenen Fähigkeiten mit den neuen Situationen eröffnet kultursensitives pädagogisches Handeln und baut Unsicherheiten ab.
Ein Beispiel:
Erzieher*innen haben intuitive Fähigkeiten, die wieder bewusst gemacht werden sollten. Mit eben diesen Kompetenzen können sie z.B. ein traumatisiertes Kind beruhigen. Damit geben sie jedem Kind das Wichtigste, was es braucht: Sicherheit und Vertrauen.
Gemeinsam werden solche persönlichen Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten erarbeitet und reflektiert wie sie gezielt eingesetzt werden.
Damit leistet Papilio-Integration einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung.
Inhalt
Die zweitägige Fortbildung Papilio-Integration basiert auf interaktiven Übungen und Methoden und vermittelt notwendiges Wissen:
- Familien- und Bildungskulturen
- Wertschätzender Umgang im Miteinander
- Kultur und deren Einfluss auf unser Denken und Handeln
- Traumatisierung im Kindesalter und Erzieher*in-Kind-Interaktion
- Vorurteilsbewusster Umgang mit Materialien und Routinen im Kita-Alltag
- Strategien zum Erreichen der Eltern
- Interkulturelle Kommunikation
Zielgruppen
Alle interessierten Kitas, die Kinder und Eltern mit Migrationshintergrund betreuen. Für Papilio-3bis6-Erzieher*innen ist Papilio-Integration anerkannt für den Erhalt des Papilio Zertifikats.
Informationen zu Kosten und Fördermöglichkeiten in allen Bundesländern erfragen Sie bitte bei uns.
Renate Weber, Papilio-Fortbildungsmanagement, Fon 0821 4480 5670, renate.weber@papilio.de.
Die Fortbildung „Integration“ wurde vom Deutschen Forum Kriminalprävention angeregt. Das Bundesjustizministerium förderte die Entwicklung. Wichtig war ihnen eine wissenschaftlich fundierte Fortbildung, welche die interkulturelle Kompetenz erhöht.
Entwickelt hat die Fortbildung das Sozialunternehmen Papilio, das sich seit 2002 für die Prävention in Kitas engagiert. Dabei wurde Papilio von der Freien Universität Berlin begleitet. Die Wissenschaftler*innen bezogen auch Praktiker*innen aus der Kita-Welt mit ein. Das Ergebnis sind Lösungen für die Probleme, die im Alltag am häufigsten auftreten und am stärksten verunsichern. Die Lösungen sind wissenschaftlich fundiert, sprich: Es werden Ansätze vermittelt, die andernorts bereits ihre Wirksamkeit bewiesen haben.
Weitere Details zum Hintergrund unter Papilio-Integration.