Präventionsprojekt "Paula kommt in die Schule"

Interessierte Grundschulen jetzt melden!

Grundschulen, die im Schuljahr 2017/18 am Präventionsprojekt "Paula kommt in die Schule" als Modellschulen teilnehmen möchten, sollten sich jetzt melden bei:

Ruth Siemes-Frömmer, pädagogische Leitung, Telefon 0821 4480 8596, grundschule@papilio.de.

Angesprochen sind besonders Grundschulen aus NRW, Brandenburg und Bayern.

Präventionspartner KNAPPSCHAFT

Papilio hat begonnen, ein Präventionsprogramm für Grundschulen zu entwickeln. Kooperationspartner des Präventionsprojekts "Paula kommt in die Schule" ist die Krankenkasse KNAPPSCHAFT. Die Freie Universität Berlin begleitet das Pilotprojekt wissenschaftlich. Das Projekt läuft zwei Jahre.

Informationen zum Präventionsprojekt

"Paula kommt in die Schule" richtet sich an Kinder von sechs bis neun Jahren und soll den Übergang in die Grundschule erleichtern. Zentrale Ansätze sind, die sozial-emotionalen Kompetenzen der Kinder zu stärken und Verhaltensauffälligkeiten zu reduzieren. Das schützt sie gegen Risiken, die im Jugendalter zu Sucht und Gewalt führen können. Dafür wird das bestehende Kita-Programm für Grundschulkinder weiterentwickelt. Ziel ist ein im Alltag umsetzbares und nachweisbar wirksames Präventionsprogramm für Grundschulen.

GrundschullehrerInnen werden die zentralen Vermittlungspersonen sein. Sie absolvieren eine viertägige Fortbildung, in der praktische Maßnahmen und Theorie zum entwicklungsorientierten Präventionsansatz vermittelt werden. Anschließend setzen die LehrerInnen das Präventionsprogramm im Grundschulalltag um.

Schirmherrin des gemeinsamen Präventionsprojekts von KNAPPSCHAFT und Papilio ist die ehem. NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens.

Augsburger Puppenkiste spielt "Paula kommt in die Schule"

Ein zentrales Element des Projekts wird die Aufführung der Geschichte "Paula kommt in die Schule" durch die Augsburger Puppenkiste. Hauptdarsteller sind die vom Kita-Programm "Papilio-3bis6" bekannten Kistenkobolde Heulibold, Zornibold, Bibberbold und Freudibold. Mit ihrer Hilfe lernen die Kinder vor allem, ihre Emotionen wahrzunehmen, zu regulieren und auszudrücken. Sie helfen den Kindern zusammen mit Paula insbesondere beim Umgang mit neuen Gefühlen wie Neid, Schuld, Scham und Stolz. Emotionale Kompetenzen soll Verhaltensauffälligkeiten reduzieren und die Kinder auf lange Sicht stark machen gegen Sucht und Gewalt. Weitere Maßnahmen des Präventionsprogramms zielen mehr auf die soziale Kompetenz.

Stand des Präventionsprojekts "Paula kommt in die Schule"

2016

Vorüberlegungen, Projektierung und Projektstart.

Seit Januar 2017

Recherche der wissenschaftlichen Grundlagen.

Entwicklung der Programminhalte und darauf aufbauend der Fortbildungen.

Bereits in der Entwicklungsphase werden GrundschullehrerInnen einbezogen.

Mai 2017

Praxisstart für Papilio-TrainerInnen.

Regionale TrainerInnen werden in den Modellregionen die Lehrkräfte in den Grundschulen betreuen und unterstützen.

Juli und September 2017

Trainer-Fortbildungen in Berlin und Bonn.

15. November 2017

Paula kommt nach Bochum: Offizieller Startschuss in die Praxisphase. Am Modellprojekt werden mindestens 25 Schulen aus Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Bayern teilnehmen.

Ab Dezember 2017

Fortbildungen der GrundschullehrerInnen in den Modellregionen beginnen.

In der Fortbildung wird GrundschullehrerInnen und HorterzieherInnen vermittelt, wie sie mit ihrer Erziehung eine positive Entwicklung der Kinder fördern und die Eltern einbeziehen können.

 

Parallel dazu inszeniert die Augsburger Puppenkiste als Kooperationspartner die Geschichte "Paula kommt in die Schule".

Schuljahr 2017/18

Einführung und Durchführung des Präventionsprojekts in den Modell-Grundschulen mit begleitender wissenschaftlicher Datenerhebung.

Herbst 2018

Die Augsburger Puppenkiste geht bundesweit auf Tournee mit "Paula kommt in die Schule" und besucht die Modellschulen des Präventionsprojekts.

 

Wissenschaftliche Auswertung der Begleitstudie.

  Parallel dazu Einführung des Präventionsprogramms in den Kontrollgruppen, also in den Grundschulen, die aus Vergleichsgründen zunächst nicht mit dem neuen Progamm arbeiten durften.

Positionen zum Präventionsprojekt

Barbara Steffens, ehem. NRW-Gesundheitsministerin

Barbara Steffens, ehem. NRW-Gesundheitsministerin:
"Der Übergang vom Kindergarten in die Schule ist für Kinder mit Vorfreude, aber auch mit Veränderungen des Gewohnten, mit Unsicherheiten, Belastungen und Stress verbunden. Damit ein Kind diese aufregende Zeit positiv erleben und mit gestärktem Selbstbewusstsein bewältigen kann, sind eine gute Vorbereitung, die Kommunikation aller Beteiligten der Familie, der Kindertageseinrichtung, der Schule und eine Einbeziehung der Kinder notwendig. Ich freue mich über das Engagement der KNAPPSCHAFT und ihre Zusammenarbeit mit Papilio in diesem wichtigen Entwicklungsbereich, denn der Aufbau von Präventionsketten, die Sicherung von Übergängen von der Familie in die verschiedenen Betreuungs- und Bildungseinrichtungen, ist eine wesentliche Strategie unserer Landespolitik. Dadurch sollen alle Heranwachsenden lückenlos und bestmöglich in ihrer Entwicklung unterstützt werden."

Foto Barbara Steffens © MGEPA NRW / Foto: Franklin Berger


Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT

Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT:
"Unsere langjährigen Erfahrungen zeigen, dass wir als KNAPPSCHAFT im Bereich Prävention überzeugende Ansätze haben und viele Kinder und Jugendliche mit unseren Projekten erreichen. Dass wir jetzt gemeinsam mit Papilio die Entwicklungsphase zwischen Kindergarten und Grundschule abdecken, erweitert und ergänzt unser Portfolio. Wir wollen die Kinder frühzeitig in ihrer physischen und psychischen Gesundheit stärken. Mit Papilio setzen wir auf 'erlebbare' Prävention, nah an den Kindern, Eltern und Fachkräften."


Heidi Scheer - Geschäftsführende 1. Vorsitzende Papilio

Heidi Scheer, geschäftsführende 1. Vorsitzende von Papilio:
"Wir planen seit Jahren den Übergang in die Grundschule - unter anderem, weil uns Lehrerinnen und Lehrer danach fragen, die positive Erfahrungen mit Kindern aus Papilio-Kitas machen. Das Grundschulprojekt ist eine wichtige Fortsetzung der Prävention, die wir in der Kita beginnen."