Unsere Wirkung

Bevor wir von Wirkung sprechen, messen wir sie.

Frühe Prävention – evidenzbasiert und nachweislich wirksam

Papilio verfolgt ein klares Ziel: Kinder frühzeitig in ihrer sozial-emotionalen Entwicklung zu stärken und Verhaltensproblemen wirksam vorzubeugen.

Ob dieses Ziel erreicht wird, darf keine Annahme bleiben. Deshalb werden die Programme wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Die Ergebnisse zeigen positive Effekte auf die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern, das pädagogische Handeln von Fach- und Lehrkräften sowie das Miteinander in Gruppen und Klassen.

Wie Wirkung bei Papilio entsteht

Papilio wirkt dort, wo Kinder ihren Alltag verbringen: in Beziehungen zu Erwachsenen, die sie begleiten, Orientierung geben und Entwicklung bewusst fördern.

Deshalb qualifiziert Papilio pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte und Trainer:innen darin, soziale und emotionale Kompetenzen gezielt zu stärken und früh auftretenden Verhaltensproblemen wirksam zu begegnen.
Die Programme werden dauerhaft in den pädagogischen Alltag integriert. So verändern sich nicht nur einzelne Kinder, sondern langfristig auch Gruppen, Einrichtungen und kommunale Strukturen.

Was Studien zur Wirkung zeigen

Die Wirksamkeit der Papilio-Programme wurde in mehreren programmspezifischen Studien untersucht. Die Ergebnisse zeigen positive Effekte auf die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern, die pädagogische Arbeit von Fach- und Lehrkräften sowie das Miteinander in Gruppen und Klassen.

Das zeigen die Studien
Papilio-U3

Sichere Bindung von Anfang an

Verlässliche Beziehungen und sichere Bindungserfahrungen prägen die Entwicklung von Kindern bis ins Erwachsenenalter. Papilio-U3 stärkt pädagogische Fachkräfte darin, genau das zu ermöglichen.

Die Evaluationsstudie 2017–2019 zeigt:

  • Fachkräfte gewinnen an Selbstwirksamkeit
  • Kinder, die von höher qualifizierten Fachkräften betreut wurden, zeigen weniger sozial-emotionale Probleme, mehr Kooperationsbereitschaft und größeres Wohlbefinden

Es deuten sich zudem positive Effekte auf die Bindungssicherheit an – vor allem bei Kindern, die anfangs eine geringere Bindungssicherheit hatten. 99 % der Fachkräfte würden Papilio-U3 weiterempfehlen.

Papilio-3bis6

Mehr soziale Kompetenz, weniger Auffälligkeiten

Papilio-3bis6 fördert prosoziales Verhalten und vermindert Verhaltensauffälligkeiten bei Kindergartenkindern. Das Programm richtet sich an alle Kinder – besonders profitieren jedoch Kinder mit ersten Verhaltensauffälligkeiten.

Die ALEPP-Studie zeigt:

  • Mehr prosoziales Verhalten und erheblich weniger Verhaltensauffälligkeiten
  • Signifikant weniger Hyperaktivitäts- und Aufmerksamkeitsprobleme im Vergleich zur Kontrollgruppe
  • Zurückgezogene Kinder werden nach Beobachtung von Erzieher:innen besser integriert.

Eine Follow-up-Studie bis zum Ende der ersten Schulklasse zeigt: Der positive Effekt hält an, obwohl Papilio-3bis6 in der Grundschule nicht mehr durchgeführt wurde. Ehemalige Hoch-Risiko-Kinder zeigten positive Veränderungen im Problem- und prosozialen Verhalten und erreichten nach anfänglichem Rückstand mindestens durchschnittliche Schulleistungen. Ehemalige Niedrig-Risiko-Kinder lagen bei Mathematik und Rechtschreibung weit über der Norm.

Papilio-3bis6

Grüne Liste Prävention

Papilio-3bis6 ist im Evidenzregister Grüne Liste Prävention in der höchsten Evidenzstufe (Effektivität nachgewiesen) gelistet. Die Programme orientieren sich zudem am GKV-Leitfaden Prävention und erfüllen damit die Voraussetzungen für eine Förderung durch gesetzliche Krankenkassen nach § 20a SGB V. Papilio-3bis6 sowie der ElternClub tragen das „Phineo wirkt“ Siegel. Damit werden ihre gesellschaftliche Wirksamkeit und die hohe Qualität der Programme zusätzlich durch unabhängige Stellen bestätigt. 

Papilio-6bis9

Stärkere Kompetenzen in der Grundschule

Papilio-6bis9 fördert sozial-emotionale Kompetenzen, Exekutivfunktionen und reduziert Verhaltensprobleme bei Grundschulkindern.

Erste Ergebnisse einer Pilotstudie zeigen:

  • Verbesserung der sozial-emotionalen Kompetenzen auf den Skalen Selbstkontrolle, Engagement, Empathie, Kooperation, Selbstbehauptung und Verantwortung
  • Reduzierung der emotionalen und Verhaltensprobleme
  • Verbesserung der Exekutivfunktionen in Arbeitsgedächtnis, Planung, Regulation und Hemmung
  • Zunahme von Nähe in der Lehrkraft-Schüler:innen-Beziehung (kein signifikanter Effekt bei Konflikt)
  • Das Klassenklima hat sich extrem verbessert, seit wir mit Papilio arbeiten. Die Kinder kommen oft auf mich zu und teilen mit, wie es ihnen gerade geht.

    Manuela Bauer

    Lehrerin Georg-Elser-Schule Königsbronn

Unsere Reichweite und nachhaltige Verankerung

Wirksame Prävention entfaltet ihren gesellschaftlichen Nutzen erst dann, wenn sie viele Kinder erreicht und dauerhaft verankert wird. Deshalb verbindet Papilio wissenschaftlich fundierte Programme mit Qualifizierung, Multiplikation und langfristiger Verankerung in Einrichtungen und Kommunen.

Über die Trainer:innen, qualifizierten Fach- und Lehrkräfte gelangen die Programme dorthin, wo Kinder ihren Alltag verbringen. So entsteht Wirkung nicht nur punktuell, sondern über Einrichtungen, Kommunen und Regionen hinweg.

> 644.950erreichte Kinder insgesamt

> 23.138erreichte Kinder im Jahr 2025

> 10.000qualifizierte Fachkräfte

321Fachkräfte in 2025

So verankern wir Papilio in Kommunen

FAQ

Was zeigen Studien zur Wirkung von Papilio?

Kinder, die mit Papilio begleitet wurden, zeigen messbar mehr sozial-emotionale Kompetenzen, weniger Verhaltensauffälligkeiten und ein besseres Klima in der Gruppe oder Klasse. Fachkräfte berichten von mehr Handlungssicherheit, Arbeitszufriedenheit und einer stärkeren Beziehungsqualität zu Kindern.

Wie entsteht Wirkung bei Papilio konkret?

Über einen klaren Wirkpfad: Papilio qualifiziert Trainer*innen, die Fachkräfte fortbilden, die die Programme im Alltag mit Kindern umsetzen. Wirkung entsteht nicht im Konzept, sondern in der Beziehung zwischen Kind und qualifiziertem Erwachsenem.

Wie viele Kinder hat Papilio bisher erreicht?

Seit seiner Gründung 2002 hat Papilio über 600.000 Kinder erreicht. 2024 wurden rund 37.000 Kinder mit den Programmen begleitet. Bis 2035 ist das Ziel, zwei Millionen Kinder zu erreichen.

Warum sind sozial-emotionale Kompetenzen so wichtig für die Entwicklung?

Kinder mit starken sozial-emotionalen Kompetenzen sind deutlich weniger anfällig für Verhaltensauffälligkeiten, Schulprobleme und psychische Belastungen. Sie lernen besser, gehen Beziehungen stabiler ein und sind resilienter gegenüber Risikofaktoren wie Stress, soziale Ausgrenzung oder familiäre Belastungen.

Warum ist die Reduktion früh auftretender Verhaltensprobleme so wichtig?

In einem empirisch bestätigten Modell wurden früh einsetzende Verhaltensprobleme (disoziales Verhalten) wie Rückzug, oppositionelles Verhalten oder aggressives Verhalten mit der späteren Entwicklung von Sucht, Gewaltverhalten und Straffälligkeit in Verbindung gebracht. Damit einher gehen hohe Kosten für die Gesellschaft.

Welche Kinder profitieren von Papilio?

Papilio richtet sich an alle Kinder. Studien zeigen, dass insbesondere Kinder mit erhöhtem Risiko für Verhaltensauffälligkeiten oder sozial-emotionale Schwierigkeiten von den Programmen profitieren können. Gleichzeitig stärkt Papilio die gesamte Gruppe und trägt zu einem positiven Klima in Kita, Schule und Hort bei.

Wirkt Papilio auch bei Kindern mit erhöhtem Unterstützungsbedarf?

Ja. Studien zu Papilio-3bis6 zeigen, dass insbesondere Kinder mit ausgeprägteren Verhaltensauffälligkeiten von der Teilnahme profitieren können. Gleichzeitig verfolgt Papilio keinen therapeutischen Ansatz für einzelne Kinder, sondern stärkt die sozial-emotionale Entwicklung aller Kinder im Alltag von Kita, Schule und Hort.