Papilio legt Wert auf Qualität
„Qualität“ ist heute ein viel benutzter Begriff und bleibt doch oft als leeres Schlagwort stehen. Deshalb soll hier möglichst kurz und konkret erklärt werden, worauf die Qualität von Papilio beruht und wie sie belegbar ist.
1. Wissenschaftliche Basis
Die Entwicklung des Programms Papilio in den Jahren 2002/2003 basierte auf dem aktuellen Stand der Forschung. Wissenschaftler sichteten zahlreiche nationale und vor allem internationale Studien zur Entwicklung und zur Vorbeugung von Sucht und Gewalt.
Mehr zum wissenschaftlichen Hintergrund: Entwicklungsorientierte Präventionstheorie
Auch nach der Entwicklungsphase begleiten Wissenschaftler Papilio und bringen aktuelle Erkenntnisse laufend ein.
2. Breite Kompetenz und Erfahrung
An Papilio wirken neben den Wissenschaftlern auch Eltern, ErzieherInnen*, Pädagogen, erfahrene Referenten, Betriebswirtschaftler und Künstler mit. Das sichert den Praxisbezug, die Durchführbarkeit und die Attraktivität des Programms – und damit letztlich die Qualität. Denn was eine solch breite Basis hat, läuft nicht so leicht Gefahr, einseitigen Interessen und Zielen untergeordnet zu werden.
3. Wissenschaftlich evaluiert
Ein neues Programm zu entwickeln und einzuführen ist ein großer Aufwand – aber das bürgt noch lange nicht für Qualität: Papilio wurde bei seiner erstmaligen Einführung im Rahmen eines groß angelegten Modellprojektes wissenschaftlich begleitet und auf seine Wirksamkeit untersucht. Die positiven Effekte von Papilio sind signifikant, also nach strengen wissenschaftlichen Kriterien nachweisbar.
Mehr zur Papilio-Forschung
4. Kompetente Fortbildung und Begleitung
Die ErzieherInnen* sind die zentralen VermittlerInnen von Papilio. Sie werden für diese Aufgabe von zertifizierten Papilio-TrainerInnen fortgebildet und die Effektivität dieser Fortbildung wurde im Rahmen des Modellprojekts belegt.
Mehr zur Fortbildung der ErzieherInnen
Die TrainerInnen, die Papilio vermitteln, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen und zudem eine standardisierte Fortbildung durchlaufen.
Mehr zur Fortbildung Papilio-TrainerIn
Auch in der praktischen Umsetzung in ihren Kindergärten haben die ErzieherInnen* jederzeit die Möglichkeit, sich bei ihren TrainerInnen Rat und Hilfe zu holen. Denn was während der Fortbildung selbstverständlich klingt, kann im Kindergartenalltag schnell auf unerwartete Widerstände und Fragen treffen.
Ein weiteres Element der Qualitätssicherung ist die gegenseitige kollegiale Unterstützung im Kindergarten. Auch sie wird in der Fortbildung vermittelt und geübt.
5. Qualitätsverbund und Intensivseminare
Qualitätssicherung über die Einführungsphase hinaus erfolgt im Qualitätsverbund und in Intensivseminaren. Qualitätsverbundstagungen und Seminare vertiefen Papilio-Inhalte und dienen dem gegenseitigen Austausch.
Mehr zum Qualitätsverbund
6. Externe Referenzen
Papilio ist in mehreren Datenbanken als vorbildliches und evaluiertes Programm gelistet. Stellvertretend sei hier auf die "Grüne Liste Prävention" hingewiesen, für die der Niedersächsische Präventionsrat verantwortlich ist. Auf der Basis einer unabhängigen Bewertung nach möglichst objektiven Kritereien erreicht Papilio hier das bestmögliche Ranking "3 - Effektivität nachgewiesen".
* Mit "ErzieherInnen" wird vereinfacht das gesamte pädagogische Personal in Kindergärten bezeichnet