Ergebnisse der Papilio-Studie
Papilio vermindert bzw. verhindert Verhaltensprobleme und fördert grundlegende sozial-emotionale Kompetenzen. Kinder mit ersten Verhaltensauffälligkeiten profitieren besonders. In der Schule erzielen Papilio-Kinder bessere Leistungen.

Mehr soziales Verhalten, weniger Auffälligkeiten
Die bisherigen Analysen der Daten aus der Papilio-Studie haben gezeigt, dass die Papilio-Maßnahmen dazu beitragen, prosoziales Verhalten zu erhöhen und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindergartenkindern erheblich zu reduzieren.
Verhaltensauffällige Kinder profitieren besonders vom Programm. Wichtig ist hier aber der Hinweis, dass sich Papilio nicht speziell an diese Zielgruppe wendet, sondern an alle Kindergartenkinder. „Aggressive Kinder finden neue Wege, mit ihrer Wut und/oder Angst umzugehen“, so eine typische ErzieherInnen-Rückmeldung zu Papilio.
Ein interessantes Einzelergebnis ist, dass bei der Analyse der „Hyperaktivitäts- und Aufmerksamkeitsprobleme“ die Kinder, die die Papilio-Maßnahmen durchlaufen hatten, signifikant weniger Probleme aufwiesen als die Kinder der Kontrollgruppe.
Häufig beobachtet wurde, dass zurückgezogene Kinder besser in die Gruppe integriert werden und dass die Eltern die Elternabende zu Papilio überdurchschnittlich interessiert und aufgeschlossen wahrnehmen.
ErzieherInnen berichteten weiterhin, dass sich mit der Einführung von Papilio die Kommunikation im Team verbessert hat, ihre eigene Arbeitszufriedenheit sich gesteigert hat und sie sich in ihrer Berufsrolle bestärkt fühlen.
Papilio unterstützt die Entwicklung wesentlicher Basiskompetenzen, deren Förderung in den Bildungs- und Erziehungsplänen der Länder gefordert wird. Damit wirkt Papilio nicht nur primärpräventiv gegen die Entwicklung von Sucht- und Gewaltverhalten, sondern bietet auch einen wesentlichen Bildungsaspekt, der mit Pisa in die öffentliche Diskussion geriet.
Bessere Leistungen in der Grundschule
Um die Nachhaltigkeit der Wirksamkeit von Papilio zu untersuchen, wurde ein Teil der Papilio-Kinder bis ans Ende der ersten Schulklasse begleitet.
- Insbesondere die vor Durchführung von Papilio als Hoch-Risiko-Kinder eingestuften Kinder zeigen zum Ende der ersten Schulklasse positive Veränderungen im Problemverhalten und im prosozialen Verhalten.
- Im Vergleich zu Werten aus Normstichproben weisen die ehemaligen Papilio-Kinder am Ende der ersten Schulklasse überdurchschnittliche Mathematik- und Rechtschreibleistungen auf.
- Insbesondere die ehemaligen Niedrig-Risiko-Kinder weisen weit über der Norm liegende Werte auf.
- Die ehemaligen Hoch-Risiko-Kinder liegen in ihren schulischen Leistungen am Ende der ersten Schulklasse immerhin im Normbereich.
Diese ersten Befunde weisen auf eine nachhaltige positive Wirkung des Programms und auf positive Auswirkungen auf den Bildungsverlauf der Kinder hin.
Weiterführende Information
Ergebnisse (Kurzbericht)
Mehr zu den Studien