Papilio-Integration: Kinder sind Zukunft
Weil es nicht sein kann, dass Kinder ausgegrenzt, benachteiligt und abgehängt werden
Wie kommt es, dass schon Kinder in Kitas rassistische Aussagen machen?
Diese Frage bewegt uns, weil ein wichtiges Thema dahinter steht: Wie betreuen, erziehen und fördern wir ALLE Kinder in Kitas so, dass sie sie sich bestmöglich entwickeln und miteinander unsere Zukunft gestalten. Als Antwort haben wir die Fortbildung "Papilio-Integration" für Erzieher*innen in Kitas entwickelt.
Details zur Fortbildung zur Trainer*in für Papilio-Integration
Details zur Fortbildung Papilio-Integration für Erzieher*innen
Die Entwicklung wurde gefördert vom Deutschen Forum Kriminalprävention (DFK) und dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV), denn frühzeitige Integration ist ein Beitrag zur Prävention. Dabei haben wir immer alle Kinder in der Kita im Blick, egal wo sie herkommen, wie ihre Eltern leben oder was sie ausbremst. Die Fortbildung Papilio-Integration sensibilisiert Erzieher*innen für kulturelle Unterschiede und vermittelt praktische Handlungskompetenz im Umgang mit Kindern und Eltern.
Die Papilio-Trainer*innen und Fortbildungstermine finden Sie jetzt hier:

„Wir wollen allen Kindern die gleichen Rechte zusprechen und schauen, dass es allen gleich gut geht. Aber jede Familie, jedes Kind ist unterschiedlich.“
Anna Wenzel
Stellvertretende Kita-Leitung und Inklusionsfachkraft, Trainerin und Erzieherin für Papilio-Integration
Entwicklungsorientierte Präventionsmaßnahmen setzen auf systematische Formen der sozialen Bildung und Erziehung im Kontext von Familie, Schule und Kommune. Sie richten sich an unterschiedliche Zielgruppen (Kinder, Jugendliche, Eltern, Lehrer, sozialer Nahraum, ganze Gemeinden). Der Ansatz zielt auf eine gesunde Sozialentwicklung von Kindern und Jugendlichen, will diese fördern und sich anbahnende Negativentwicklungen frühzeitig unterbrechen. Allgemeine soziale Entwicklungsförderung und primärpräventive Arbeit haben fließende Übergänge und ergänzen sich in ihren Wirkungen.
Der Wegweiser Prävention erläutert die wissenschaftliche Begründung und Logik des Ansatzes in mehreren Texten. Dargestellt werden zudem die daraus abgeleiteten strategischen Überlegungen für präventive Arbeit und ihre notwendigen Rahmenbedingungen.
Mehr Informationen dazu bietet der Praxisleitfaden "Entwicklungsförderung und Gewaltprävention für junge Menschen" des DFK (Deutsches Forum Kriminalprävention), kostenloser Download unter https://wegweiser-gruene-liste.de > Bedarfsermittlung > Leitfaden.
Der Zustrom flüchtender Menschen (35 % der eingereisten Flüchtlinge im Jahr 2016 waren minderjährig) ist auch für die Bildungseinrichtungen eine große Herausforderung. Das Sozialunternehmen Papilio entwickelte - gefördert von DFK/BMJV - ein Fortbildungsmodul für Erzieher*innen in Kitas zu kultursensitivem pädagogischen Handeln im Kita-Alltag: "Papilio-Integration".
Grundlage, um eine solche Fortbildung zu entwickeln, sind allgemeine wissenschaftliche und theoretische Vorarbeiten. Prof. Dr. H. Scheithauer hat dazu zusammen mit einem Autorenteam einen entsprechenden Bereicht erstellt: "Entwicklung einer Fortbildungsmaßnahme zur Förderung kultursensitiven pädagogischen Handelns in Kindertagesstätten für die Arbeit mit Flüchtlingsfamilien". Dieser Bericht für das Forum Kriminalprävention war der Ausgangspunkt für die Entwicklung der Fortbildung Papilio-Integration. Er kann hier heruntergeladen werden:
"Prävention braucht Integration" - so lautete der Titel des 8. Papilio-Symposiums in Halle. Den Eröffnungsvortrag hielten Univ.-Prof. Dr. Herbert Scheithauer (Freie Universität Berlin) und Katharina Hepke, unsere Expertin für Integration und Programmleitung von Papilio-Integration: "Kinder und deren Eltern nach Migration und Flucht in der Kita – Entwicklungspsychologische Herausforderungen und eine gelingende Arbeit am Beispiel von „Papilio‐Integration“.
Präsentation zum Einführungsvortrag: Prävention braucht Integration (1,5 MB).

Für alle Fragen zu vorurteilsbewusster Kita, Integration, Rassismus, Diskriminierung und Traumatisierung wenden Sie sich bitte an
Katharina Hepke
Papilio-Expertin für Integration in Kitas, Trainerin für Papilio-Integration
Fon 0821 4480 5670
katharina.hepke@papilio.de
Im Zuge der Entwicklung von Papilio-Integration wurde dann ein Theoriebuch erarbeitet und 2019 publiziert, Titel: "Für Integration!" Es behandelt auf 120 Seiten die theoretischen Grundlagen von Integration ausführlicher und stellt Zusammenhänge zur konkreten Fortbildung her.
Das Buch ist in Zusammenhang mit den Fortbildungen zu Papilio-Integration erhältlich: der Fortbildung zur Trainer*in Papilio-Integration oder der Fortbildung zur Erzieher*in Papilio-Integration.
Bibliographische Angaben:
Hepke, K., Peter, C. & Scheithauer, H. (2019). Für Integration! Kultursensitives pädagogisches Handeln in Kitas. Augsburg, Papilio Verlag. 120 S., mit Fotos, Tabellen und Grafiken. ISBN 978-3-9814479-8-9
Alle Kinder sind gleich …
Alle Kinder sind gleich … wie oft hört man diesen Satz! Das klingt erstrebenswert. Jedoch glaube ich, alle Kinder gleich zu behandeln, kann diskriminieren. ...
Download des Artikels "Gleichbehandlung kann diskriminieren"
Projekt mit Plan International Deutschland: "Gemeinsam stark durch den Start"
Das Projekt „Gemeinsam stark durch den Start“ möchte die Chancengerechtigkeit zugewanderter Kinder erhöhen und ihre Integration fördern. Papilio ist in dem Projekt Kooperationspartner von Plan International Deutschland.
Details zum Projekt "Gemeinsam stark durch den Start"
Allein unter den von 2015 bis 2017 in Deutschland schutzsuchenden Menschen sind die Hälfte mit ihren Kindern hier angekommen; davon sind mindestens zwei Drittel jünger als sechs Jahre. Die Familien müssen oft nicht nur mit dem Wegfall ihres vertrauten Lebensraums und der beschwerlichen Reise nach Deutschland fertig werden, sondern stehen auch nach dem Ankommen in der neuen Gesellschaft vor sozialen und bürokratischen Herausforderungen, die ihr Familienleben und ihre mentale Gesundheit beeinflussen.
Die Kita bietet sich als idealer Ort ...
... für das Projektvorhaben an, denn sie stellt für zugewanderte Familien oft einen der ersten Berührungspunkte mit der neuen Gesellschaft dar. Wenn die Ressourcen der Kinder bereits in jungen Jahren gestärkt und mit ihrer Interkulturalität feinfühlig umgegangen wird, ermöglicht ihnen das einen optimalen Start in die deutsche Gesellschaft.
Das Projekt besteht aus einem dreistufigen Fortbildungsprogramm für Kita-Mitarbeitende, durch welches ihr vorurteilsbewusstes pädagogisches Handeln gestärkt und sie für interkulturelle Themen sensibilisiert werden sollen. In einem zweiten Schritt geben wir den Mitarbeitenden praktische Arbeitsmaterialien an die Hand, die sie in den Kitas eigenständig umsetzen können. Die Themen Rassismusprävention, Kinderrechte, Umgang mit Gefühlen und Gewaltprävention können so altersgerecht behandelt werden und sorgen dafür, dass die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt und an die Anforderungen einer multikulturellen Gesellschaft herangeführt werden.
Besonders Kinder mit Flucht- und Migrationserfahrung profitieren ...
... von der Arbeit, denn nur, wenn sie ihre Rechte selbstbewusst einfordern können und zur Teilhabe an der Gesellschaft fähig sind, ist eine nachhaltige Integration möglich. Es werden aber bewusst alle Kita-Kinder in das Projekt eingeschlossen, denn ein interkulturelles Zusammenleben gelingt nur, wenn alle aktiv beteiligt werden.
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Projektträger ist Plan International Deutschland. Papilio ist Kooperationspartner, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert das Projekt. |
| Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert. | |
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Nähere Informationen zum Projekt „Gemeinsam stark durch den Start“

