Papilio wirkt aus dem Miteinander

BASIS-INFORMATION. Viele Partner engagieren sich: Krankenkassen, Augsburger Puppenkiste, Stiftungen, Universitäten, Ministerien, Präventionsstellen und Wohlfahrtsverbände

 

Augsburg 2020. Präventionsprogramme von Papilio gibt es nur, weil zahlreiche Partner ihren Beitrag leisten: Angefangen bei der Augsburger Puppenkiste über Krankenkassen, Stiftungen, Wissenschaftler, Künstler und Unternehmen bis hin zu Ministerien, Präventionsstellen, Kitas und Grundschulen. Diese zahlreichen Kooperationen sind die Basis für den Erfolg von Papilio und sie geben dem Anliegen, Kinder frühzeitig zu fördern und sie so gegen Probleme wie Sucht und Gewalt zu schützen, eine breite Schubkraft.

Von Anfang an wurde Papilio auf verschiedenen Ebenen unterstützt und die Entwicklung der Programme und Module gelingt nur mit Partnern.

Entwicklung und wissenschaftliche Begleitung
Am wissenschaftlichen Fundament des ersten Präventionsprogramms „Papilio-3bis6“ arbeiteten drei Universitäten: die Universität Bremen (Prof. Dr. Franz Petermann †), die Universität Augsburg (em. Prof. Dr. Leonie Herwartz-Emden) und die Freie Universität Berlin, Prof. Dr. Herbert Scheithauer, Arbeitsbereich „Entwicklungswissenschaft und Angewandte Entwicklungspsychologie“. Letzterer begleitet Papilio bis heute bei den Modulen Papilio-ElternClub und Papilio-Integration sowie bei den neuen Programmen Papilio-6bis9 und Papilio-U3. Für U3 ist zudem die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit dabei.

Um die praktische Umsetzbarkeit zu sichern, werden schon bei der Entwicklung neuer Programme künftige Anwenderinnen (Lehrerinnen und Erzieherinnen), Pädagogen, Psychologen, Eltern und Kinder eingebunden. Eine besondere Rolle spielen die Künstler, allen voran die Augsburger Puppenkiste: Sie schaffen mit den „Kistenkobolden“ die emotionale Ebene, mit der es gelingt, die Menschen und vor allem die Kinder zu begeistern. Neben dem wissenschaftlichen Hintergrund und der Seriosität der Programme ist dieser positive, emotionale Input der Marionetten der Augsburger Puppenkiste wichtig.

Förderer der ersten Entwicklungsjahre von Papilio-3bis6 waren die betapharm, die BMW Group, das Bayerische Gesundheitsministerium und der Rotary District 1860. Das gemeinnützige beta Institut war bis 2010 Studien- und Projektzentrale von Papilio.

Papilio als Sozialunternehmen
Seit 2010 koordiniert die Papilio gemeinnützige GmbH als selbstständiges Sozialunternehmen alle Aktivitäten und die Zusammenarbeit der vielen Partner. Kennzeichnend für Sozialunternehmen ist, dass sie ihr gemeinnütziges soziales Anliegen mit unternehmerischer Konsequenz verfolgen. Um sein Engagement transparent zu kommunizieren, legt Papilio jedes Jahr einen Geschäftsbericht nach dem Social-Reporting-Standard (SRS) vor und ist Mitglied der Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ).

Partner für die Verbreitung von Papilio
Seit 2006 konzentriert sich Papilio auf die Verbreitung in Deutschland. Bundesweite Partner seit vielen Jahren sind die Robert Bosch Stiftung und die Auridis Stiftung. Die ALV-Stiftung unterstützt seit 2019 die Einbindung von Papilio-3bis6 in die Erzieherinnen-Ausbildung an Fachschulen. 2014 und 2017 hat die Spendenorganisation DEUTSCHLAND RUNDET AUF Papilio als Spendenprojekt ausgewählt, für das an den Einzelhandelskassen aufgerundet wurde. 2015 und 2016 wurde Papilio zusätzlich vom Sternstunden e.V. unterstützt. Die Sternstunden-Förderung ermöglichte 20 Präventionsevents mit der Augsburger Puppenkiste.

Bereits seit 2006 förderte die BARMER Papilio u.a. in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hamburg und Schleswig-Holstein. Bis 2019 war sie Präventionspartner in 15 Bundesländern.

In Hessen fördert die AOK Papilio seit 2005.

Zahlreiche weitere Partner kooperieren in den einzelnen Bundesländern mit Papilio, darunter viele Ministerien und Präventionsstellen. Drei Landesminister und
-ministerinnen stehen als Schirmherren und Schirmherrinnen hinter Papilio.

Neuentwicklungen seit 2017

Seit 2019 konnte Papilio dank der Förderung von zwei Krankenkassen zwei entscheidende Schritte Richtung Zukunft machen: Gefördert von der KNAPPSCHAFT startete das Präventionsprojekt „Paula kommt in die Schule“, mit dem ein Präventionsprogramm für die Grundschule entwickelt wurde. Die BARMER ist Präventionspartner bei der Neuentwicklung des Programms Papilio-U3 für Kinder unter drei Jahren.

 

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