Papilio fördert die sozial-emotionalen Kompetenzen von Kindern

BASIS-INFORMATION. Sozialunternehmen engagiert sich für frühe Prävention und Gesundheitsförderung in Kitas und Grundschulen

Augsburg, 2020. Papilio entwickelt und verbreitet Präventionsprogramme für Kinder von 0 bis 9 Jahren. In diesen jungen Jahren ist vieles noch in Entwicklung, deshalb wirkt die Förderung gut und erste Auffälligkeiten sind reduzierbar, bevor sie sich zu Problemen auswachsen. Um möglichst viele Kinder zu erreichen, werden Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte in den Programmen fortgebildet. Papilio ist ein gemeinnütziges Sozialunternehmen, alle Programme sind wissenschaftlich fundiert und praxiserprobt.

Die Papilio gemeinnützige GmbH ist ein Sozialunternehmen, das bedeutet, der Unternehmenszweck ist ein gesellschaftliches Anliegen. Papilio möchte möglichst viele Kinder in ihrem Aufwachsen so fördern, dass sie gegen Risiken und problematische Entwicklung geschützt sind. Um das gemeinnützige Ziel zu erreichen, geht Papilio wie ein Unternehmen vor, mit strategischer Planung und transparentem Reporting nach dem Social Reporting Standard. 2018 wurde Papilio dafür als Social Reporting Champ ausgezeichnet.

Warum schon in der Kita?
2003 begann die Entwicklung des ersten Papilio-Programms. Seitdem wird regelmäßig gefragt: Warum schon in der Kita? Die Kinder sind doch noch viel zu klein für Themen wie Sucht und Gewalt. Das ist richtig, doch vom ersten Tag an entwickeln Kinder die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sie vor problematischen Entwicklungen schützen. Zentrale Bedeutung haben hier die sozial-emotionalen Kompetenzen und genau diese werden mit Papilio-Programmen besonders gefördert. Gleichzeitig setzt Papilio an möglichen Risikofaktoren an und reduziert diese, allen voran frühe Verhaltensauffälligkeiten. Entwicklungsförderung, Gesundheitsförderung und Prävention gehen also in diesem Alter Hand in Hand.

Programme für Präventionsketten von 0 bis 9 Jahren
Um diesen frühen Präventionsansatz in die Praxis umzusetzen, hat Papilio 2003 bis 2006 das Programm „Papilio-3bis6“ entwickelt. Es richtet sich an Kinder im Kindergartenalter, also vor allem Drei- bis Sechsjährige. Mittlerweile kamen für diese Altersgruppe zwei ergänzende Module hinzu: der „Papilio-ElternClub“ und „Papilio-Integration“.

Seit 2017 wurden zwei weitere Programme in Modellprojekten erprobt. Papilio-U3 richtet sich an unter Dreijährige und Papilio-6bis9 an Grundschulkinder. Wenn diese Programmentwicklungen 2020 ihre Praxistauglichkeit und Wirkung nachgewiesen haben, sind sie ein ideales Angebot für den Einsatz in kommunalen Präventionsketten: von den Frühen Hilfen rund um Schwangerschaft und Geburt über die drei Papilio-Programme bis hin zu den bereits vorhandenen Schul-Programmen, z.B. fairplayer.

Dauerhafte Einführung in den pädagogischen Alltag
Papilio-Mitarbeiter gehen nicht selbst in Kitas und Grundschulen und machen (zeitlich begrenzte) Projekte, sondern die zentrale Rolle haben Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte. Diese erlernen in Fortbildungen die Papilio-Maßnahmen und führen sie in ihren Gruppen oder Klassen ein. Alle Maßnahmen sind im pädagogischen Alltag praktikabel und werden dauerhaft genutzt. Prävention und Gesundheitsförderung können durch diese alltägliche Umsetzung nachhaltig wirken. In Deutschland wurden mittlerweile rund 7.900 Fachkräfte in Kitas und Grundschulen in Papilio-Programmen fortgebildet und über 380.000 Kinder erreicht.

Wissenschaftlich basiert und evaluiert
Grundsätzlich werden alle Papilio-Programme auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt und dann in der Praxis erprobt und evaluiert. Wissenschaftlicher Begleiter seit 2002 ist Univ.-Prof. Dr. Herbert Scheithauer von der Freien Universität Berlin. „Bei der Umsetzung legen wir großen Wert auf Qualität“, erklärt Heidi Scheer, geschäftsführende Gesellschafterin von Papilio. „Denn die Effekte, die in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen wurden, können nur eintreten, wenn die Maßnahmen im Alltag auch exakt umgesetzt werden.“

Verbreitung durch Trainerinnen und Trainer
Papilio hat seinen Sitz in Augsburg. Die Verbreitung in ganz Deutschland und mittlerweile auch Finnland und Belgien erfolgt über rund 100 aktive Papilio-Trainerinnen und -Trainer. Das sind Präventionsfachkräfte, die in ihrer jeweiligen Region Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte für die Umsetzung von Papilio fortbilden.

Mehrfach ausgezeichnet
Papilio wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, zum Beispiel zwei Mal mit dem Wirkt-Siegel von Phineo: 2012 für das Programm-3bis6 und 2016 für das Modul Papilio-ElternClub. Ein Beleg für die hohe Qualität ist zudem der Eintrag in die „Grüne Liste Prävention“ mit dem höchstmöglichen Rating „3 – Effektivität nachgewiesen“.

Zahlreiche Partner unterstützen Papilio
Das Sozialunternehmen Papilio ist auf die Unterstützung von Partnern und Förderern angewiesen. Prominentester Partner ist die Augsburger Puppenkiste. Die Kistenkobolde geben Papilio ein spielerisches Gesicht. Gleichzeitig unterstützen die Marionetten Kinder beim Ausbau ihrer emotionalen Kompetenzen. Die wichtigste finanzielle Rolle spielen Krankenkassen mit ihrem Engagement im Rahmen des Präventionsgesetzes und Stiftungen. Weitere wichtige Partner sind Ministerien, Spendenorganisationen, Präventionsstellen und Kommunen.

 

Pressekontakt Papilio:
Sarah Wehn, Telefon 0821 4480 3299
Andrea Nagl, Telefon 0821 712034
Nicole Fichtner, Telefon 0821 4480 3297
E-Mail medien@papilio.de
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Heidi Scheer Geschäftsführerin Papilio

Heidi Scheer, Geschäftsführende Gesellschafterin der Papilio gemeinnützige GmbH

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