Expertisen, Stellungnahmen und Aussagen zu Papilio
Überblick
(mit Klick kommen Sie direkt zu den entsprechenden Aussagen)
- Bestmögliches Ranking in der Grünen Liste Prävention
- Prof. Dr. Franz Petermann, Universität Bremen: Zitat
- Bundesinnenminister Schäuble: Zitat
- Prof. Dr. Lieselotte Ahnert, Hochschule Magdeburg-Stendal: Expertise
- Dr. Kathrin Heppekausen, IFT Institut für Therapieforschung, München: Stellungnahme zur Evaluationsstudie
- Juroren der McKinsey & Company, Inc.: Stellungnahme
- Angelika Steinbrecher, Fachberatung für Kindertagesstätten: Stellungnahme
CTC: Grüne Liste Prävention - Bestmögliches Ranking
In der Datenbank "Grüne Liste Prävention" von CTC ("Communities That Care") bekommt Papilio die bestmögliche Bewertung "3 - Effektivität nachgewiesen". Verantwortlich zeichnet der Landespräventionsrat Niedersachsen beim Niedersächsischen Justizministerium: "Die ... Datenbank "Grüne Liste Prävention" bietet auf der Basis nachvollziehbarer Kriterien einen Überblick über empfehlenswerte Präventionsansätze ..."
Information zu Papilio auf CTC
Information über die Grüne Liste mit Kriterienkatalog
Prof. Dr. Franz Petermann, Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation der Universität Bremen:
„Papilio stellt ein wirkungsvolles Angebot für Kindergärten dar, sowohl für die Arbeit mit den Kindern als auch die mit den Eltern, welche aktiv einbezogen werden. Die Zusammenstellung von Papilio basiert auf psychologisch begründeten Erziehungsprinzipien. Die Förderung der Kinder mit Papilio trägt dazu bei, altersspezifische Entwicklungsrisiken zu verringern.“
Bundesinnenminister Schäuble: Zitat aus der Festrede zur Eröffnung des 14. Deutschen Präventionstags 2009
"Wie eine vorgelagerte ganzheitliche Förderung aussehen kann, zeigt das Augsburger Projekt Papilio. Es setzt auf frühe, universelle Förderung aller Kinder in Kindergärten, unabhängig von Auffälligkeiten und unabhängig von identifizierbaren Kriminalitäts- und Gewaltrisiken. Das Projekt fördert Lebenskompetenzen und sozial-emotionale Kompetenzen. Es stärkt genau die Fähigkeiten und Haltungen, die in der tertiären Prävention mit großem Aufwand nachgeholt werden müssen. Ich bin überzeugt, die Evaluation des Augsburger Projekts zeigt das, dass solche Initiativen die Konfliktfähigkeit und die soziale Verantwortung in unserer Gesellschaft stärken."
Auszüge aus der Expertise von Prof. Dr. Lieselotte Ahnert, Hochschule Magdeburg-Stendal:
„Es ist ein ganz besonderes Verdienst von „Papilio“, die Stärkung der emotionalen und sozialen Kompetenz des Kindes zum Angelpunkt des Präventionsprogramms gemacht zu haben. Die Darstellung der emotionalen und sozialen Kompetenzentwicklung des Vorschulkindes sowie das Zusammenspiel von emotionalen, sozialen und kognitiven Kompetenzen ... stellt eine ausgezeichnete Vermittlung aktuellen Wissens auf diesem Gebiet dar, das für die entwickelten Präventionsmaßnahmen einen hervorragenden Erklärungswert besitzt und sie bis ins Detail begründet.
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Die vorgeschlagenen Maßnahmen selbst schaffen hervorragende Möglichkeiten für eine Herausbildung und Aufrechterhaltung von Empathie und prosozialen Verhaltensweisen beim Vorschulkind. Sie arbeiten gegen Kommunikationsdefizite und Minderwertigkeitsgefühle, Faktoren die mit den Persönlichkeitsmerkmalen von sucht- und gewaltgefährdeten Kinder und Jugendlichen assoziiert werden.
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Während jedoch dem ansteigenden Bedarf nach ambulanten Beratungs- und Behandlungsstellen entsprochen werden kann (Deutsche Referenzstelle der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht, 2001), gibt es im Hinblick auf vorbeugende Maßnahmen für sucht- und gewaltgefährdete Kinder und Jugendliche in Deutschland erhebliche Defizite. Das Kindergarten-Projekt „Papilio“ liefert deshalb einen sozialpolitisch äußerst wichtigen Beitrag, der in der heutigen Sucht- und Gewaltprävention in Deutschland dringender als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt geworden ist.
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Für Papilio bedeutet Gewaltprävention, Kinder in ihrem Selbstwertgefühl zu stärken, sie darin zu fördern, ihre Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken, ihnen zu vermitteln, dass sie das Recht haben, anderen Kindern Grenzen zu setzen und ggf. Hilfe zu holen. ... Die Papilio-Kinder lernen, aufeinander zu achten, aktiv zuzuhören, in gegenseitiger Achtung zu kommunizieren und überflüssige Frustrationen zu vermeiden. Für die Effizienz und Handhabbarkeit dieses Programms sprechen bereits die Ergebnisse aus einer ersten Evaluationsstudie.
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Die Absicht, pädagogisches Handeln im Rahmen dieses Präventionsprogramms von einer fundierten theoretischen Basis aus herzuleiten, muss besonders hoch geschätzt werden. Die ErzieherInnen werden dadurch angehalten, über ihr professionelles Handeln zu reflektieren, um die Zielstellungen der Maßnahmen bewusst umsetzen zu können; ein Tatbestand, der in der aktuellen Debatte um die Professionalisierung des Erzieher-Berufes und der Verbesserung der Erziehungsarbeit heute vehement eingefordert wird (z.B. Fried, 2003).
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„Papilio“ erweist sich als ein wissenschaftlich begründetes und pädagogisch äußert innovatives Programm. Es lässt sich in die Palette frühpädagogischer Betreuungs- und Erziehungskonzepte nicht nur harmonisch einbinden, sondern kann diese um eine wichtige sozialmedizinische Perspektive erweitern, die selbst bei normgerechter Sozialentwicklung von entwicklungspsychologischer Tragweite ist: Gut entwickelte Sozialkompetenzen sind nicht nur im Rahmen der Sucht- und Gewaltprävention von Vorteil, sondern spielen in der Identitätsentwicklung von Kindern- und Jugendlichen eine herausragende Rolle (Eisenberg & Valiente, 2002).“
Auszüge aus der Stellungnahme zur Evaluationsstudie, von Dr. Kathrin Heppekausen, vom IFT Institut für Therapieforschung, München:
"Bei „Papilio“ handelt es sich um ein wissenschaftlich fundiertes Präventionsprogramm, mit dem Ziel bei Kindergartenkindern Verhaltensprobleme zu reduzieren und sozial-emotionale Kompetenzen zu fördern, um den negativen eskalierenden Entwicklungsverlauf hin zu Delinquenz, Gewalt und Substanzkonsum früh zu durchbrechen. Es werden die Wahrnehmung im Hinblick auf eigene Gefühle (Wut, Trauer, Angst, Freude) und die Gefühle anderer trainiert, Strategien zur Gefühlsbewältigung (kindgerecht) erarbeitet sowie interpersonale Fertigkeit gefördert. Damit werden vier (mit kreativem Denken: fünf) der 10 Lebenskompetenzen (nach Definition der WHO, 1994) angegangen. Wie diese erste Evaluationsstudie zeigt, hat das Programm das Potential Problemverhalten (speziell: Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen) zu reduzieren und sozial angemessenes Verhalten zu fördern, wobei besonders Kinder mit frühen Verhaltensauffälligkeiten zu profitieren scheinen. Die Zufriedenheit der Erzieherinnen mit ihrer Arbeitssituation sowie ihr Wirksamkeitserleben werden gestärkt.“
Stellungnahme der Juroren der McKinsey & Company, Inc. im Rahmen des Wettbewerbs meckinsey-bildet
„Das Projekt Papilio überzeugt in seiner Gesamtheit durch sein ausgereiftes, sehr konkretes Konzept und die klaren Zielsetzungen. Insbesondere positiv hervorzuheben sind die bereits ergriffenen Maßnahmen, die Wirksamkeit des Programms zu messen - eine derartige systematische Erfolgskontrolle scheint bei vielen ähnlich gelagerten Projekten nicht der Standard zu sein."
Auszüge aus der Stellungnahme von Angelika Steinbrecher, Fachberatung für Kindertagesstätten für den Landkreis Augsburg
„Aus Sicht der fachaufsichtlichen Beurteilung hat sich das Papilio-Programm über die gesamte Zeit erfolgreich in den pädagogischen Alltag der Kindergartengruppen integrieren lassen.
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Hinsichtlich der Elternarbeit ist es sehr positiv einzuschätzen, dass die Eltern die Studie durchgängig unterstützten und die Elternabende überdurchschnittlich besucht wurden. Die Einbeziehung der Eltern innerhalb des drei Ebenen Modells durch die Erzieherin als direkte Ansprechpartnerin ist ein wichtiger und sinnvoller Gesichtspunkt für die Vernetzung Elternhaus und Kindergarten.
Als Drei-Ebenen-Programm hat sich Papilio als machbar und wirksam erwiesen.
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Besonders hinsichtlich des Bildungs- und Erziehungsplanes der innerhalb des geplanten Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes eingeführt wird, wird deutlich, dass Papilio wesentliche Teile methodisch aufgreift und ein Instrument der Umsetzung der Ziele ist. Inhaltlich, methodisch und didaktisch ist Papilio auf die Arbeit im Kindergarten abgestimmt.
Besonders hervorzuheben sind die Förderung der Entwicklung unserer Kinder auf der Grundlage von Basiskompetenzen und Förderschwerpunkten, die die Kinder befähigen sollen, in unserer pluralen Gesellschaft Kompetenz selbstverantwortlich und selbstbewusst bestehen zu können.
Somit ist die Nähe von Papilio an den aktuellen Entwicklungen gegeben.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass Papilio ein Programm zur Qualitätssicherung, sowohl inhaltlich als auch methodisch und didaktisch in den Kindergärten darstellt. Hierbei kommt für mich der Unterstützung zu bewusstem strukturellem Handeln des Gesamtpersonals der Kindergärten eine besondere Bedeutung zu.
Papilio leistet damit einen besonders herausragenden Beitrag zur Primärprävention und zum Bildungsauftrag der Kindergärten.“