Grußwort
zur Auftaktveranstaltung des Projektes der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW und Papilio am 1. Juli 2011
Einen schönen guten Morgen meine sehr verehrten Damen und Herren und vor allem:
Guten Morgen und Hallo Kinder!
Ihr seid bestimmt schon genauso wie ich gespannt auf Paula und die Kistenkobolde. Die Augsburger Puppenkiste zeigt uns gleich ganz sicher eine schöne Geschichte. Ich finde es toll, dass Ihr heute Morgen hier seid.
Ich finde es ebenso erfreulich, dass so viele Erwachsene hier sind und zwar zu einem Thema, das unsere ganze Aufmerksamkeit braucht. Uns allen ist es ein großes Anliegen, alle Kinder zu stärken und dabei besonders die Kinder im Blick zu haben, die aufgrund vielschichtiger Problemfaktoren einer höheren Gefährdung ihrer psychosozialen Gesundheit ausgesetzt sind. Gerade diese Kinder möchten wir besonders unterstützen. Dies tun auch die vielen Tageseinrichtungen für Kinder (Kitas) der Freien Wohlfahrtspflege in unserem Land. Durch ihre individuellen und sozialräumlichen ausgeprägten Hilfen für Familien sowie der ganzheitlichen Förderung von Kindern haben gerade die Kitas eine besondere präventive Bedeutung.
Das Programm Papilio beschäftigt sich mit der Prävention früher Verhaltensprobleme und dem sich daraus möglicherweise entwickelnden Gewalt- und Suchtverhalten im Jugendalter. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen. Diese sind ein bedeutender Grundpfeiler für die Entwicklung von Kindern und wichtig im alltäglichen Leben jedes einzelnen Menschen. Sie bestimmen und regeln das Miteinander unter uns, halten uns zur Rücksichtsnahme an, fördern Empathie und sind Hauptvoraussetzungen für positive und bereichernde Beziehungen zu anderen Menschen. Die Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen soll die Kinder davor schützen, in späteren Jahren in schwierigen Situationen mit Gewalt oder Suchtverhalten zu reagieren.
Dieses Programm hat die Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege überzeugt. 21 Kitas in Gebieten mit besonderem Erneuerungsbedarf konnten zur Teilnahme am Projekt gewonnen werden, und unserer Arbeitsgemeinschaft ist es gelungen, die entsprechenden Trainerinnen zu finden.
Das Projekt steht zwar noch ziemlich am Anfang, aber bereits schon jetzt bekommen die Trainerinnen gute Rückmeldung über die Wirkung der im Papilio-Programm verankerten Maßnahmen. So wurde von Ihnen, den Erzieherinnen berichtet, dass sich sozial zurückgezogene Kinder am "Spielzeug-macht-Ferien-Tag", einem Tag, an dem die Kinder nicht mit konventionellen Spielzeugen spielen, sondern sich eigene Spielideen ausdenken, aktiver am Gruppengeschehen beteiligten und sogar in einigen Fällen die Spielleitungen übernahmen.
Dies ist nur ein Beispiel von vielen Aussagen, die bestätigen, dass mit diesem Projekt ein wichtiger Beitrag für eine positive Entwicklung von Kindern zu leisten ist.
Ich möchte diese Veranstaltung zum Anlass nehmen, mich einmal persönlich bei den einzelnen Trägern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der am Projekt teilnehmenden Einrichtungen für ihr Engagement und ihre Arbeit zu bedanken. Ebenso bedanke ich mich bei der Stiftung Wohlfahrtspflege für ihr finanzielles Engagement.
Selbstverständlich danke ich auch dem Papilio-Verein, dass er den weiten Weg von Bayern nach NRW geschafft hat.
Wir alle werden noch über zwei Jahre das Projekt gestalten, eine spannende Zeit!
Für diesen gemeinsamen Weg wünsche ich im Namen der Freien Wohlfahrtspflege allen Beteiligten in NRW gutes Gelingen.
So, nun wird es aber Zeit für Paula und die Kistenkobolde. Euch, liebe Kinder, und uns Erwachsenen wünsche ich viel Spaß!
Andreas Meiwes
Vorsitzender Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege NRW
