Grußwort der Schirmherrin
Die Bekämpfung von Suchterkrankungen gehören zu den großen gesellschafts- und gesundheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Allein in Nordrhein-Westfalen leben etwa vier Millionen Suchtkranke. Hinzu kommen viele Suchtgefährdete und Angehörige von Suchtkranken.
Sucht hat immer eine Geschichte, die häufig schon in der frühen Kindheit beginnt. Neben der familiären Situation, dem sozialen Umfeld und dem Geschlecht haben auch persönliche Stärken und Schwächen der Kinder besonders im Umgang mit den Problemen und Belastungen des Alltags einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Entwicklung einer Sucht.
Ähnliches gilt für die Entwicklung von Gewalt. Auch sie beginnt sehr oft in früher Jugend, und auch sie wird von zahlreichen Umständen beeinflusst, die von der familiären Situation, dem sozialen Umfeld und der Persönlichkeit des Kindes bestimmt werden. Die vielfältigen Ursachen für eine Suchterkrankung ebenso wie für die Entwicklung von Gewalt erfordern deshalb eine ganzheitliche Herangehensweise und differenzierte Ansätze in der Suchtprävention. Sie müssen bereits im Kindesalter beginnen.
Dabei kommt besonders den Eltern sowie den Erzieherinnen und Erziehern in der Kita oder im Kindergarten eine besondere Verantwortung zu. Das pädagogische Fortbildungsprogramm Papilio setzt all diese Erkenntnisse in vorbildlicher Weise um, und es zeichnet sich besonders durch die Verbindung von Sucht und Gewaltprävention aus. Ich bin überzeugt: Die praxisnahe Schulung von Fachkräften zur Förderung der sozial-emotionalen Fähigkeiten von Kindern im Kindergartenalter, in die auch das Elternhaus eingebunden ist, kann die Entstehung von psychischen Störungen und Krankheiten verhindern.
Darum hoffe ich und wünsche mir, dass "Papilio" möglichst viele Kinder erreicht.
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Barbara Steffens
Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
Foto: © MGEPA, Torsten Stecher