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 1. Warum beginnt Papilio schon im Kindergarten?
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- Im frühen Kindesalter kann man das Verhalten noch leichter verändern. Im Schul- und Jugendalter wird das Kind dagegen von immer mehr Fremdeinflüssen geprägt und die Interaktionsmuster in der Familie sind gefestigt.
- Kinder verbringen relativ viel Zeit im Kindergarten. In diesem neuen sozialen Umfeld müssen sie lernen, mit Gleichaltrigen zu interagieren und Konflikte zu lösen. Das bietet einen optimalen Rahmen, um soziale Kompetenzen zu fördern, die den Risiken für die Entstehung späterer Verhaltensstörungen entgegenwirken.
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 2. Wer bietet die ErzieherInnen-Fortbildung an?
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- Ausgebildete Papilio-TrainerInnen, die durch den Papilio e.V. zertifiziert sind. Alle unsere TrainerInnen verfügen über eine fundierte pädagogische Ausbildung.
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 3. Was braucht unser Kindergarten, um Papilio-Kindergarten zu werden?
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- Bei der Einführung werden die MitarbeiterInnen durch die Papilio-TrainerInnen unterstützt und begleitet.
- Die pädagogischen MitarbeiterInnen im Kindergarten absolvieren die Papilio-Fortbildung.
- Nach Einführung der Maßnahmen innerhalb eines Kindergartenjahres in den Alltag erhalten sie ein Zertifikat. MitarbeiterInnen und die Einrichtung als solches werden zertifiziert.
- Nach erfolgreichem Abschluss der Basisfortbildung durch das pädagogische Fachpersonal kann der Kindergarten als Papilio-Kindergarten zertifiziert werden. Für die Aufrechterhaltung der Zertifizierung nehmen die ausgebildeten ErzieherInnen einmal pro Jahr an einer Qualitätsverbundstagung oder einem Intensivseminar teil.
- Bei Personalfluktuation kann das Zertifikat erhalten bleiben, wenn die neuen MitarbeiterInnen zeitnah die Papilio-Fortbildung durchlaufen.
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 4. Kann jeder an der Fortbildung teilnehmen?
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- Die Fortbildung zum Papilio-Programm kann von pädagogischem Fachpersonal in Kindergärten absolviert werden, also in der Regel von ErzieherInnen und KinderpflegerInnen.
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 5. Wer führt die Maßnahmen im Kindergarten durch?
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- Im Papilio-Programm wird die ErzieherIn als eine der zentralen Bezugspersonen zum Kind in den Mittelpunkt gestellt, da sie die Kinder und Eltern bereits kennt. Daher werden die Maßnahmen von ihr ein- und durchgeführt und nicht von außenstehenden Personen. Gewährleistet ist damit eine regelmäßige und fortdauernde Umsetzung in den Kindergartenalltag.
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 6. Bietet das Papilio-Programm auch therapeutische Hilfe?
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- Papilio bietet keine Diagnostik von Verhaltensstörungen der Kinder und keine psychotherapeutische Behandlung.
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 7. Hilft das Papilio-Programm auch Kindern mit Verhaltensproblemen?
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- Papilio ist ein Programm zur Primärprävention. Ziel ist es, bestehende Verhaltensprobleme zu vermindern und/oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Die sozial-emotionale Kompetenz der Kinder wird gefördert und damit der soziale Umgang der Kinder untereinander positiv beeinflusst. Erfahrungsgemäß profitieren verhaltensauffällige Kinder (und mit ihnen die Eltern und ErzieherInnen) besonders von Papilio.
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 8. Wie passt Papilio in den Alltag der Kinder, im Kindergarten und zu Hause?
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- Papilio ist so konzipiert, dass es sich gut in den Kindergartenalltag einfügen lässt. Es wurde auf den normalen Ablauf des Kindergartenjahres abgestimmt und lässt sich erfahrungsgemäß einfach in den alltäglichen Tagesablauf mit einbeziehen. Die ErzieherIn führt die Maßnahmen regelmäßig wiederkehrend durch.
- Bei Elternabenden informieren die ErzieherInnen die Eltern über Papilio und seine Ziele und beziehen sie so mit ein.
- Eltern können die Maßnahmen zuhause unterstützen, indem sie soziale Regeln mit den Kindern einhalten und das Spielzeug auch zuhause Ferien haben kann. Die Geschichte von Paula und damit den Umgang mit Gefühlen können Eltern unterstützen, indem die Kobolde auch zuhause Einzug halten. Als unterstützendes Material wurde das Vorlese- und Elternbuch "Paula und die Kistenkobolde" entwickelt. Infos und/oder Bestellung.
- Derzeit wird der ElternClub entwickelt. Dessen Ziel ist, dass die Eltern mit der Teilnahme am ElternClub ihr eigenes Erziehungsverhalten überprüfen und opimieren können.
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 9. Sollte im Kindergarten nicht gespielt und erst in der Schule aktiv gelernt werden?
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- Die Papilio-Maßnahmen beziehen sich ganz bewusst nicht auf Leistung. Kinder erfahren kreativ und spielerisch den Umgang mit sozialen Regeln, den Umgang miteinander und den Umgang mit eigenen und fremden Gefühlen.
- Spielerisch werden Kinder unterstützt, sozial-emotionales Verhalten nicht nur durch Abschauen zu lernen, sondern durch aktives und bewusstes Tun.
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 10. Habe ich als ErzieherIn Zeit für dieses Programm, wenn ich noch den Erziehungs- und Bildungsplan umsetzen soll?
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- Viele der Anforderungen, die der Bildungs- und Erziehungsplan an die Arbeit von ErzieherInnen stellt, werden durch die Maßnahmen von Papilio abgedeckt. In den Bildungsplänen der Bundesländer wird die Förderung von Basiskompetenzen bei Kindern verlangt. Dies ist der Kern des Papilio-Programms, den Kindern individuumsbezogene und soziale Basiskompetenzen zu vermitteln. Diese Basiskompetenzen sind zum Beispiel Selbstwertgefühl, Neugier, Motivation, Problemlösefähigkeiten, Empathie und viele andere.
Unter den Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext deckt Papilio alle Punkte des Bildungs- und Erziehungsplans ab: soziale Kompetenzen, Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenz, Fähigkeit zur Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme, Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe. Auf alle diese Kompetenzen zielt Papilio ab. Wenn Sie Papilio in Ihrem Kindergarten umsetzen, erfüllen Sie damit bereits einen großen Teil der Forderungen des Bildungsplans.
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 11. Was hat ein Schmetterling mit Kobolden zu tun?
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- Das Papilio-Programm hat sich als Symbol den Schmetterling ausgesucht (Papilio kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Schmetterling). Er steht für die Leichtigkeit, die Kinder benötigen, um sich frei entfalten und entwickeln zu können. Innerhalb dieses Programms taucht als eine der Maßnahmen die Geschichte von Paula und den Kistenkobolden auf. Die Kobolde, denen das Kindergartenkind Paula begegnet, stehen für die vier Grundemotionen und sind von der Augsburger Puppenkiste als Marionetten zur Geschichte gestaltet worden.
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 12. Inwiefern unterscheidet sich das Papilio-Programm von anderen Präventionsprogrammen, die derzeit angeboten werden?
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- Es werden derzeit viele verschiedene Programme zur Prävention angeboten. Es gibt allerdings bisher noch kaum ein Programm, welches für das Kindergartenalter auf Primärprävention von Verhaltensproblemen und zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenz abzielt und wissenschaftlich in seiner Wirksamkeit überprüft worden ist. Papilio ist damit das erste wissenschaftlich in seiner Wirksamkeit nachgewiesene Primärpräventionsprogramm für Kindergärten, welches auf den Bereich Gewalt und Suchtverhalten abzielt und welches ErzieherInnen selbst umsetzen können.
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 13. Welche Fortbildungsinhalte gibt es?
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- Die Fortbildung für die Erzieherinnen besteht aus Basis- und Vertiefungsseminar. Inhalte sind Theorie zu Sucht, Gewalt und Prävention. Entwicklungsförderndes ErzieherInnenverhalten, die kindorientierten Maßnahmen und Elternarbeit.
- Ein weiterer Baustein ist die Fortbildung für den ElternClub, der derzeit entwickelt wird.
- Alle Teile werden von TrainerInnen durchgeführt, die vom Papilio e.V. zertifiziert sind.
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 14. An wen kann ich mich wenden, wenn ich an einer ErzieherInnen-Fortbildung in meiner Nähe teilnehmen möchte?
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- Auf der Unterseite WerWannWo sind alle Papilio-TrainerInnen mit Kontaktdaten aufgelistet, die bundesweit ausgebildet wurden und in ihrer jeweiligen Region Papilio-Fortbildungen für ErzieherInnen anbieten. Außerdem finden Sie dort auch die jeweiligen Fortbildungstermine. Für weitere Informationen und zusätzliche Schulungstermine können Sie sich auch direkt an die Papilio-TrainerInnen wenden.
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 15. Was kostet die Papilio-Fortbildung für mich als MitarbeiterIn im Kindergarten?
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- Die Fortbildung kostet grundsätzlich 640 Euro bis zur Zertifizierung plus 207,35 Euro Materialkosten. Ob und welche Förderer es in Ihrer Nähe gibt, die einen Teil der Kursgebühren oder die Kosten für die Materialien übernehmen, erfahren Sie bei den Papilio-TrainerInnen vor Ort.
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 16. Wo finden die ErzieherInnen-Fortbildungen statt?
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- Die Fortbildungen finden an verschiedenen Orten in ganz Deutschland in Räumlichkeiten statt, die jeweils von den Papilio-TrainerInnen vor Ort organisiert werden, bzw. in den Kindertageseinrichtungen, wenn sich ganze Teams im Rahmen einer Inhouse-Schulung fortbilden lassen.
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 17. Kommt die Augsburger Puppenkiste mit dem Stück "Paula und die Kistenkobolde" auch live in unseren Kindergarten?
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- Live-Auftritte der Augsburger Puppenkiste sind aus organisatorischen und Kostengründen nur in einem größeren Rahmen möglich, z.B. in Verbindung mit der bundesweiten Aufklärungskampagne (Papilio-Tournee) oder wenn es vor Ort Förderer gibt, die sich finanziell beteiligen und Papilio in ihrem Ort oder ihrer Region verbreiten möchten.
>> Mehr zur Papilio-Tournee
Ein Tournee-Tag kostet 5.400,00 €, die Raumkosten sind abhängig vom Veranstaltungsort. >> Informationen für Förderer
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 18. Kann ein Kindergarten mit offenem/halboffenem Konzept, ein Montessori-Kindergarten oder ein Integrativ-Kindergarten Papilio einführen?
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 | Das hängt sehr davon ab, wie das Konzept im Detail gestaltet ist. Bitte sprechen Sie mit Ihren TrainerInnen vor Ort oder mit der Papilio-Zentrale, Telefon 0821 4480 5670 oder info@papilio.de.
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